Psychotherapie

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren. Sie geht davon aus, dass Körper und Seele eine Einheit sind.

Krankheiten, Symptome oder Leidenszustände sind demnach entweder Ursache oder Ausdruck von seelischem Ungleichgewicht. (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie).

In Österreich sind derzeit 23 psychotherapeutische Methoden anerkannt, mein Zugang ist der der Existenzanalyse.

Existenzanalyse

Existenzanalyse ist ein Verfahren zur Behandlung seelischer Belastungen und Störungen, das vom Wiener Psychiater V. Frankl in den 30er Jahren begründet und von A. Längle seit Beginn der 80er Jahre in Wien erweitert wurde. Als Ziel existenzanalytischer Behandlung wird ein Leben mit innerer Zustimmung (mit innerem „Ja“) zum eigenen Handeln angesehen. Diese Grundorientierung zielt in erster Linie auf persönliche Erfüllung im Leben ab. Die Arbeit setzt an Unklarheiten, Unentschiedenheiten und Verfremdungen sowie am Verstehen der eigenen Gefühlswelt an. Die Linderung von Belastungen und Problemen oder Heilung von Krankheiten wird durch die Mobilisierung der Kräfte und Fähigkeiten der Person angestrebt.

Die Existenzanalyse arbeitet stets mit dem eigenen Erleben, mit dem die persönliche Erfüllung im Leben aufgespürt wird. In der Existenzanalyse wird Existenz als ein in Freiheit und Verantwortung gestaltetes Leben verstanden, in welchem neben der Vergangenheit vor allem die Gegenwart und die Zukunft eine Rolle spielen. Dabei wird den „Bausteinen der Existenz“ nachgegangen, die sich in einfachen Worten mit den Fragen beschreiben lassen: „Kann ich sein, da, wo ich bin?- Mag ich leben?- Darf ich so sein, wie ich bin?- Wofür soll ich leben?“ (Sozialministerium, PatientInneninformation).

Behandlung

Die Behandlung erfolgt bei bestehender Störung oder noch bevor sich die Störung verhaltensmäßig ausgewirkt hat. Dazu gehört das weite Gebiet der Salutogenese (Entstehung von Gesundheit), der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbsterfahrung.

Existenzanalyse eignet sich ebenso zur Behandlung von psychischen Krankheiten (Angst, Depression, Hysterie,…) bzw. bei psychosomatischen Störungen, bei Sexual- und Beziehungsstörungen, Sucht, Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen.

Auch Sinnprobleme bei Krisen, Verlusten und in Lebensabschnitten können behandelt werden.

Die psychotherapeutische Behandlung erfolgt, je nach gemeinsam gesetztem Schwerpunkt, in Form von Beratung und Vermittlung von Inhalten und Knowhow zur eigenständigen Anwendung, in:

  • Kurzzeittherapie (10 bis 15 Stunden)
  • Langzeittherapie (über 15 Stunden hinausgehend)


Ziel ist eine Revision (Überprüfung, Abänderung) von existentiellen Haltungen und Einstellung durch Durcharbeiten von traumatisierenden Weichenstellungen in der Biografie, Lernprozessen, Defiziten usw.

Fehlende Stellungnahmen werden eingeholt und behindernde Einstellungen berichtigt, anhaltende Konflikte und ausstehende Reifungsprozesse der Persönlichkeitsentwicklung werden durchgearbeitet.

Die Gespräche erfolgen unter Einhaltung der Verschwiegenheit, mit erwachsenen Personen, im Einzelsetting.

Vorangestellt wird ein erstes (kostenpflichtiges) Abklärungsgespräch, das zum Kennenlernen, als auch zum Klären von Behandlung und Fragen dient.

Psychotherapie erfolgt in der Regel einmal wöchentlich, dies kann ebenso individuell an den Therapieverlauf (orientiert an Ziel und Problemstellung) angepasst werden.